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Problempferd?

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und da ich gerade mit meiner neuen Stute so ziemlich am Verzweifeln bin dachte ich, ich frage einfach mal in die Runde, ob jemand Tipps für mich hat.

Ich habe seit 9 Monaten ein neues Pferd;
Vivian ist eine 10jährige Westfalenstute mit guter Ausbildung(bis L). Ich bin hingegen reine Freizeitreiterin und dressurmäßig nicht super gut ausgebildet und hoffte daher, von ihr zu profitieren und lernen zu können. So weit die Vorstellung.

Seit ich sie habe, habe ich Probleme im Umgang mit Ihr, die mittlerweile manchmal extreme Züge annehmen. Vivian hat sich bei mir zu einem absoluten Klebepferd entwickelt und geht mittlerweile weder mit mir noch mit meiner Reitbeteiligung reitender Weise vom Hof, wenn kein Herdenmitglied dabei ist (dabei gehe ich sehr gerne ins Gelände, ich habe keinerlei Turnierambitionen). Spazieren gehen klappt mittlerweile ganz gut, sie rennt mich nicht mehr über den Haufen und passt ihre Geschwindigkeit auch mal an meine an (zurück zum Stall ist davon noch nicht immer die Rede).

Hole ich sie vom Paddock, wenn die Herde noch draussen ist, benimmt sie sich beim Putzen oftmals völlig daneben. Sie tingelt nur vor und zurück, reißt den Kopf hoch, wiehert, scharrt extrem mit dem Vorderhuf und rennt mich um, wenn ich nicht aufpasse. Hufe geben tut sie dann ungern und tritt auch mal nach mir. Wenn die Herde drinnen ist, ist sie wie ausgewechselt und es funktioniert meistens ohne Probleme.

Ich habe von selbst mit Bodenarbeit und Lektionen begonnen, habe auch Clickertraining schon versucht (sie reagiert gut darauf). Zur Zeit bin ich allerdings ziemlich hilflos und weiß nicht, wie ich ihrem momentanen Verhalten begegnen soll, um es in den Griff zu bekommen. Von „richtiger“ Bodenarbeit verstehe ich zu wenig, ich lese halt viel und probiere es aus. Allerdings bin ich (der Mensch) Vivi offensichtlich oft völlig egal, sie guckt lieber, was um sie herum passiert bzw. wo ihre Herde ist. Ein Roundpen steht uns im Stall leider nicht zur Verfügung (da könnte sie sich mal auf mich konzentrieren und wäre nicht dauern abgelenkt). Problem: der Platz, auf dem ich Bodenarbeit machen kann, grenzt direkt an den Paddock der Stuten… da hat sie wieder ihre Herde.

Vom Fressen hält Vivian auch nicht allzu viel und hat leider auch extrem abgenommen. Wenn ihre Boxennachbarin nicht da ist, frisst sie weder Kraftfutter (hier habe ich schon einiges ausprobiert), Mash, Möhren, Heu oder Silage. Man kann ihr das Futter direkt vor die Nase halten, sie nimmt es einfach nicht. Einzig bei der Bodenarbeit tut sie für Möhren so einiges. Auch hier bin ich ratlos und mit den Nerven ziemlich fertig. Blut und Kot sind in Ordnung, Vivi ist organisch gesund. Die Zähne wurden und werden regelmässig gemacht, eine Ostheopatin war auch schon da. Ich denke, dass ist bei ihr eine reine Kopfsache.

Hat vielleicht jemand einen Tipp für mich, was ich noch tun kann, damit unser Verhältnis besser wird und sie mehr frisst?

Viele Grüße

Balubasko

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Quelle: pferd.de