[Diagnose/Therapie] Kotwasser-Durchfall-Anzeichen für Leberprobleme

Hallo,

ich habe mir einen neuen Account erstellt, da ich nach längerer Forenpause doch noch einmal euer Schwarmwissen gebrauchen könnte.

Im Frühsommer 2020 habe ich ein importiertes Connemarapony gekauft. Sie war zu dem Zeitpunkt ca ein Jahr in Deutschland. Aktuell ist sie 7 Jahre alt und etwas übergewichtig.
Bereits beim Probereiten ist mir der vergilbte Schweif aufgefallen. Kurz nachgefragt, das Pony hätte gelegentlich Kotwasser. Man schob es auf den Stress, die ganzen Umstellungen im vorherigen Jahr. In Irland erstes anreiten, Import, hier in einen Ausbildungsstall, dann zu den Vorbesitzern, anweiden usw.

Bei uns wurde es nicht besser. Nicht direkt. Nicht nach Monaten.

Nach 8 Wochen der erste Tierarzt, schob es auf die Umstellung.
Im Rahmen osteopatischer Behandlungen und Akupunktur wurde auch immer wieder auf das Thema geschaut.
Eine Fachtierärztin war mehrfach da.
Es wurden Blutbilder und eine Kotuntersuchung gemacht, es wurde entgiftet, Darmbakterien individuell passend zur Kotprobe gefüttert, Diät aus nur Heu, Stroh, Mineral und Weide gehalten, es gibt keine Leckerlies, Obst oder andere Zusätze, die stressige Weidegruppe gewechselt, das gesamte Management bzgl Fresspausen, Rauhfuttermenge etc. optimiert, das minderwertige Stroh gegen Späne getauscht, Flohsamenschalenkur, noch mal Blutbild….

Und egal was ich mache. Es wird nicht besser.

Letzte Woche fiel dann auch, dass ihre Schleimhäute im Maul ungewöhnlich blass sind und einen gelbstich haben. Die o.g. Fachtierärztin ist etwas ratlos. Denn im November und Dezember wurde das recht umfangreich untersucht (inkl. großes Blutbild) und ist, abgesehen vom Kotwasser und gelegentlichen Durchfällen, klinisch absolut gesund. Sie sagt es gäbe die Möglichkeit die Stute in die Klinik zu bringen und dort den Magen-Darm-Trakt auf den Kopf zu stellen. Das wäre ihr, aufgrund der ansonsten einwandfreien Gesundheit, eigentlich zu viel.

Hat jemand einen Rat? Gute Literatur, die mir bei der weiteren Ursachenforschung helfen kann? Ich weiß, dass Kotwasser hartnäckig sein kann. Solange es besteht, möchte ich die Ursache finden und möglichst beseitigen.

Der einzige Schritt der mir aktuell noch fehlt, ist eine Heuanalyse und eine unabhängige Futterberatung. Die Probe für die Heuanalyse habe ich heute zusammen gesammelt und bringe sie morgen zur Kammer. Welche Werte sollten bei der Problematik auf keinen Fall fehlen? Ich habe jetzt das große Nährstoffpaket und Schimmel/Bakterien zusätzlich angekreuzt. Es gibt aber auch die Möglichkeit Fruktan, verdauliches Rohprotein, Selen oder Zucker zu beproben. Das kostet natürlich alles Geld. Wenn aber einer der Werte vielleicht ein Auslöser für unser Problem sein könnte, dann würde ich es untersuchen lassen.

Ich Danke Euch schon einmal für die Anregungen.

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Quelle: pferd.de

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